Mit einer Sucht bricht man, man kann sie sich nicht abgewöhnen. Man hat sie sich ja auch nicht angewöhnt. Man ist ihr Hals über Kopf, und ohne es recht zu bemerken, verfallen. Man verfällt ihr für immer und endgültig – bis man mit ihr bricht. Das ist der schwierigste Augenblick. Wir haben mit ihr gebrochen – nun kann es weitergehen. Nun können wir uns wieder bewegen, auch wenn die Ketten noch klirren und das Fußeisen noch schwer an uns hängt. Wir haben uns hochgewuchtet. Wir haben uns nicht nur aufgebäumt. Wir ragen in das trostlose Raucherzimmer hinein. Wir können nach was greifen. Und wenn es nur die kalte Türklinke ist. Die Tür ist offen. Wir können hinaustreten. Wirklich, wir können das tun.

[Mit einer Sucht bricht man]
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