Nichtraucher werden

Nichtraucher werden – das hatte ich oft versucht und nie hinbekommen.

In den letzten Wochen und Monaten vor meinem Rauchstopp, quälte mich der Gedanke, dass ich mit dem Rauchen meiner Gesundheit schade. Es gab keine einzige Kippe mehr, bei der ich das nicht im Kopf hatte. Mit dieser Besorgtheit war mir das Gequalme eine Belastung geworden. Es bereitete mir keine „Entspannung“ – wie in Raucherkreisen behauptet wird und was man sich selbst einreden muss, wenn man noch raucht.

Ich hatte mich über jede weitere Kippe nur noch geärgert.

Warum hatte ich die auch noch geraucht?

Was braucht hier in Wirklichkeit noch Kippen?

Natürlich meine Nikotinsucht.

Wie kann ich Nichtraucher werden?

Ich hatte in den acht Jahren meiner Raucherkarriere mehrmals versucht, mein Rauchen zu beenden. Kürzester Rauchstopp: fünf Minuten. Ich habe nicht wirklich geglaubt, dass hinbekommen zu können. Ich kämpfte mit mir selbst, mit meiner kaputten Rauchernatur.

Etwa ein Jahr vor meinem endgültigen Entschluss, nicht mehr zu rauchen, fing ich damit an, E-Zigarette zu rauchen. Ich wollte auf diese Weise versuchen, Nichtraucher zu werden. Was tatsächlich nur ein Selbstbetrug ist: Wir können nicht aufhören, zu rauchen, wenn wir nicht aufhören können, zu rauchen. Die E-Zigarette habe ich ein paar Monate intensiv und dann immer weniger genutzt. Ich rauchte „richtige“, wenn sich die Gelegenheit bot, und zusätzlich „dampfte“ ich, wie E-Zigaretten-Raucher das Rauchen ihrer E-Zigaretten für gewöhnlich nennen.

Meine E-Zigarette tat meinem Rachen nicht gut. Ich kriegte Halsweh von ihr. Es war kein „Genuss“.

Ich halte meine E-Zigarette über eines der Löcher in einem dieser runden Gullydeckel. Ich will meine E-Zigarette nicht mehr rauchen. Ich lasse los: Sie fällt durch das Loch in die Dunkelheit unter dem Gullydeckel. Ich kaufe mir wieder eine, weil ich nach der E-Zigarette süchtig bin und werfe das Teil in einen Straßenmülleimer: KLONG. Ich will noch immer mit dem Rauchen Schluss machen. Ich kaufʼ mir noch eine und zerschlagʼ das Teil mit dem Hammer. Weil ich mit dem Rauchen aufhören will und nun normale und die elektrische Zigarette rauche. Ich kaufʼ mir noch eine, weil ich die Hoffnung, nur noch E-Zigarette rauchen und damit dann nach und nach aufhören zu können, noch nicht nicht verloren habe. Das Teil landet dann doch wieder unter dem Hammer: KRICKS. KRICKS. KRICKS.

Ich rauchte schließlich Tabakzigaretten wie früher, auch wenn ich mir keine kaufte: Die schlimmsten Schnorrer sind Raucher, die sich keine Kippen kaufen, weil sie mit dem Rauchen Schluss machen wollen.

Wie ich Nichtraucher werden und bleiben konnte

Ich hatte Halsweh bei einer leichten Erkältung und kein Bedürfnis, zu rauchen. Ich hatte mir bereits das Buch „Endlich Nichtraucher“ gekauft und führte es mir nun endlich zu Gemüte, während ich krank auf meiner blauen Kautsch herumhockte.

Der Verfasser von „Endlich Nichtraucher“ ist ein Kettenraucher gewesen, der erfolgreich mit dem Rauchen Schluss gemacht hatte. Was das Buch so eindringlich macht: dass der Verfasser nachgedacht hat und alle Mühe darauf verwendet, sein Wissen an mich Noch-immer-Raucher rüberzubringen:

Wir rauchen, weil wir eine Nikotinsucht haben.

Wir rauchen nicht, weil wir es genießen können.

Rauchen, das ist wie an giftigem Rauch ersticken.

Wie kann das ein Genuss sein?

Wir belügen uns nur fortwährend selbst mit unseren „Gründen“, dass wir rauchen „müssen.“

Wir quälen uns mit dem Rauchen herum, weil wir nicht verstanden haben, warum wir uns mit dem Rauchen herumzuquälen haben. Weil wir nicht wahrhaben wollen, dass wir nur und ausschließlich eine Nikotinsucht haben. Wir haben unsere Nikotinsucht mit tausend Gründen zu entschuldigen und uns unsere Sucht halt auf alle mögliche Art und Weise klein- und großzureden. Wir haben in Wirklichkeit nur eine Nikotinsucht. Wir rauchen nur wegen dieser Nikotinsucht noch.

Der Verfasser macht nicht den Fehler, Gründe gegen das Rauchen oder Gründe für den Rauchstopp und Vorteile zu wiederholen, wenn man nicht mehr raucht.

Der Verfasser widerlegt alle Gründe für das Rauchen.

Seine Nichtraucherseminare gibt es bis heute. Das Buch ist wesentlich günstiger zu haben.

Ein Nikotinentzug dauert nicht lange

Nicht mehr zu rauchen, war keine Herausforderung mehr für mich, weil es „Klick“ gemacht hatte.

Ich hatte wirklich was verstanden.

Ich hatte wirklich was eingesehen.

Rauchen ist nur eine Nikotinsucht.

Die konsequent verbreitete Lüge so vieler Raucher, dass es schwer wäre, von seiner Nikotinsucht herunterzukommen, hatte mich total weich und schwach gegenüber meiner Nikotinsucht gemacht.

Was? Nicht mehr zu rauchen, ist nicht schwierig?

Nein, ist es nicht.

Rauchen aufhören ist leicht!

Wirklich:

Wenn wir verstanden haben, dass es keine Gründe für das Rauchen gibt.

Wenn wir eingesehen haben, dass uns nur eine Nikotinsucht daran gehindert hat, mit dem Rauchen Schluss zu machen.

Wenn wir nicht mehr glauben können und wollen, dass Nichtrauchen* schwierig wäre!

Ich hatte verstanden. Ich hatte eingesehen. Ich hatte mit dem Rauchen Schluss gemacht. Ich war Nichtraucher. Ich ging zur Arbeit und hatte kein Bedürfnis, zu rauchen. Ich ging nach Hause und hatte das Bedürfnis, mich auf eine Bank zu setzen. Meinen Körper mit meinen schwarzen Lungen. Meinen Körper mit meiner kaputten Kondition. Meine Befürchtung, mein Leben würde sterbenslangweilig werden, wenn ich nicht mehr rauche, hatte sich komplett aufgelöst:

in abenteuerliche Nichtraucherluft.


*Ein Nikotinentzug ist nach 72 Stunden vorbei. Quelle: netdoktor.

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